Chemnitzer Mittelstandsball


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Laudatio

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Meine sehr verehrten Damen, meine Herren,
wir wollen heute, mit der Verleihung des

Ehrenpreises
des Vereins Richard Hartmann e. V. 2008


einen Mann ehren, der fast schon zum
Urgestein des Chemnitzer Maschinen- und Werkzeugmaschinenbaus geworden ist.
Nach dem Studium und ersten ingenieurtechnischen Anfängen war er lange Jahre
Leiter der Spindelkonstruktion in einem nicht ganz unbekannten Chemnitzer Unternehmen des Werkzeugmaschinenbaus.

Diese Aufgabe übte er so erfolgreich aus, dass man ihm später die Verantwortung als
Direktor für Forschung und Entwicklung des gesamten Unternehmens übertrug. Auch diese neuer Herausforderung meisterte er mit Bravour und setzte seine praktischen Erfahrungen in neue Lösungen an und in der Werkzeugmaschine um. Bemerkenswert ist, dass seine Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet Spindeln für Werkzeugmaschinen zu derart tragfähigen, modernen Lösungen führte, dass die von ihm entwickelten Spindeln noch heute gebaut und eingesetzt werden.
Der Laureat legte in diesen Jahren den Grundstein für seine heutige, noch deutlich erfolgreichere unternehmerische Tätigkeit.
Bis er auf dem Höhepunkt seiner beruflichen und unternehmerischen Laufbahn angekommen war, musste er allerdings doch einige Umwe-ge in Kauf nehmen; die an einem Tag wie dem heutigen nur als seitliche Nebenarabeske Erwähnung finden sollen. Durch all die Fährnisse und Widrigkeiten eines mehr als zehnjährigen Auf und Ab geprägt, gestählt, und erfahrener geworden, sah er nach der Jahrtausendwende seine Stunde als Unternehmer gekommen.

Aus Resten gescheiterter Unternehmen bildet er in der eigenen Garage einen Nukleus, der sich rasant zu einem weltweit bekannten und geachteten Hersteller von Spezial-Maschinen entwickelt.
Eine Gesellschaft kommt zur anderen, ein Kunde nach dem anderen wird neu gewonnen und der Weg nach oben ist weniger und weniger mit Dornen, sondern immer häufiger mit Erfolgen gepflastert. Wäre es nicht so, dass der Mann auf Draht ist, könnte man auch sagen: alles läuft bei ihm wie am Schnürchen.

Auf die Frage, warum er das denn alles gemacht habe, obwohl doch seinerzeit, um ihn herum nicht alles zum Besten gestanden habe in der deutschen und in der regionalen Wirtschaft, warum er denn all diese Risiken auf sich genommen habe, hat er einmal geantwortet:
"Diese Frage habe ich mir nie gestellt; ich hab' es einfach gemacht, einfach das Geschäft fortgeführt."

Offenkundig wird daraus eins: ihn beseelt unternehmerischer Urinstinkt, nicht aber die Zaghaftigkeit eines Reichsbedenkenträgers.

Mit diesem unternehmerischen Geist hat er um sich und seine Unternehmen ein
Netzwerk aus Mitgliedschaften, Kooperationen und vielen nützlichen Kontakten aufgebaut, das im Einzelnen darzustellen abendfüllend wäre. Er hat sich und seine Unternehmen eingebunden in das soziale Gefüge und das gesellschaftliche Leben der Region Chemnitz und Sachsens und er gibt damit einiges von dem zurück, was ihm seine Heimat als Starthilfe mit auf den Weg gegeben hat.

Wir beglückwünschen und ich darf nach vorne bitten, den Preisträger 2008:

Herrn Dr. Stephan Kieselstein.


Die Laudatio hielt RA Wolfgang Sittig, Seniorpartner der Kanzlei Sittig Schertgens Koch.


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